5 Mythen über wiederkäuende Gedanken

Ruminieren bezieht sich auf den Gedankenprozess des wiederholten Denkens über etwas Emotionales. Da Wiederkäuen mit vielen psychischen Störungen verbunden ist, ist es wichtig zu verstehen, was Wiederkäuen ist. Wir werden fünf verbreitete Rumination-Mythen untersuchen, um wichtige Fakten über wiederkäuende Gedanken zu erfahren.

Mythos: Wiederkäuende Gedanken sind immer schädlich.

Fakt: Wiederkäuende Gedanken können positiv und nützlich sein.

Negatives Denken kann zu Depressionen und Angstzuständen führen. Negatives Wiederkäuen ist die wiederholte Konzentration auf Gedanken, die traurige und negative Emotionen hervorrufen. Positives Grübeln hingegen ist gekennzeichnet durch die Konzentration auf sich wiederholende Gedanken, die gute Emotionen auslösen. Das Wiedererleben, wie glücklich sich ein guter Moment anfühlt, ist ein Beispiel für positives Wiederkäuen. Positives Grübeln kann schützend gegen depressive Symptome wirken und das Selbstvertrauen stärken. Außerdem kann eine Verringerung des Grübelns und eine Erhöhung des positiven Wiederkäuens depressive Symptome verbessern.

Mythos: Grübeln ist immer ein Hinweis auf eine zugrunde liegende psychische Erkrankung.

Fakt: Ein gewisses Maß an Grübeln ist normal.

Grübeln kann normal sein, wenn es das Leben nicht beeinträchtigt. Normales Grübeln ist vorübergehend und ablenkbar, und es kann sowohl positiv als auch negativ sein. Leider ist negatives Grübeln Teil jeder Angststörung. Depressionen sind ebenfalls mit grübelnden Gedanken verbunden. Menschen mit Depressionen neigen dazu, über Themen zu grübeln, die die Angst erhöhen. Diese erhöhte Angst beeinträchtigt die Funktion und verstärkt die Depression weiter. Personen mit posttraumatischer Belastungsstörung und Zwangsstörungen neigen ebenfalls dazu, mehr als üblich zu grübeln.

Mythos: Grübeln ist ein seltener Zustand.

Fakt: Jeder grübelt.

Grübeln ist extrem häufig. Jeder hat in seinem Leben schon einmal grübelnde Gedanken erlebt. Es ist normal, positive und negative Grübeleien zu haben. Daher ist es schwierig, eine Statistik zum Wiederkäuen zu erstellen.

Es ist jedoch bekannt, dass die Häufigkeit des Grübelns bei Menschen mit Depressionen und Angstzuständen höher ist, und es kann auch prädiktiv für Depressionen und Angstzustände sein. Außerdem sind Frauen und Mädchen anfälliger für psychische Erkrankungen, was zum Teil daran liegt, dass sie häufiger grübeln als Männer und Jungen.

Mythos: Grübeln wird mit dem Alter schlimmer.

Fakt: Kinder und ältere Menschen grübeln am wenigsten.

Grübeln ist bei Kindern nicht üblich. Da die Gehirne von Vorpubertierenden noch nicht die Fähigkeiten entwickelt haben, die für das Grübeln erforderlich sind, werden grübelnde Gedanken meist erst in der Adoleszenz beobachtet. In diesem Alter wird das Grübeln durch Gefühle von Wut, Traurigkeit und Angst angeheizt. Von da an steigen die Raten des Grübelns an, wobei die höchste Rate der Grübler unter 25 Jahren zu finden ist. Die Raten des Wiederkäuens beginnen dann mit dem Alter zu sinken. Ältere Erwachsene, die 63 Jahre und älter sind, grübeln am wenigsten. Es wird vermutet, dass eine größere Lebenszufriedenheit ältere Erwachsene vor dem Grübeln schützt.

Mythos: Grübelnde Gedanken sind unmöglich zu kontrollieren.

Fakt: Es ist möglich, lähmendes Grübeln zu besiegen.

Ruminierende Gedankenmuster entwickeln sich früh im Leben. Zu lernen, wie man das Grübeln stoppen kann, ist möglich. Das Wiederkäuen zu stoppen, bedeutet, die Gewohnheit negativer, zyklischer Gedanken zu durchbrechen. Ablenkung, Planung, Meditation und Therapie sind einige der Maßnahmen, die dabei helfen, grübelnde Gedanken zu stoppen.

Es kommt auch häufig vor, dass Sie versuchen, mit dem Grübeln fertig zu werden, indem Sie sich einem Binge-Verhalten zuwenden, wie z. B. Saufgelage oder Essanfälle. Wenn Sie zu Alkohol oder Substanzen greifen, um mit grübelnden Gedanken umzugehen, kann The Recovery Village helfen. Wir haben umfassende Behandlungspläne, die bei gleichzeitigen Abhängigkeiten und psychischen Störungen helfen können. Rufen Sie uns noch heute an, um weitere Informationen zu erhalten.

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