Leistungsstarker VLC-Medienplayer landet auf Chromebooks

VLC, eines der besten kostenlosen Programme zur lokalen Medienwiedergabe, läuft jetzt auch auf Chromebooks und Chromeboxen. Nutzer können es ab sofort aus dem Chrome Web Store herunterladen.

Die App funktioniert mit allen Video- und Audiodateien, die von anderen Versionen von VLC unterstützt werden, darunter MKV, DVD-ISO-Dateien und FLAC. Sie kann Mediendateien von lokalen oder Internetquellen streamen und unterstützt Untertitel, Wiedergabelisten, beschleunigte Wiedergabe und hardwarebeschleunigte Dekodierung. Es enthält auch einen Audio-Equalizer.

In einem Blog-Beitrag verriet der Präsident von VideoLAN, Jean-Baptiste Kempf, dass das Programm im Wesentlichen eine Portierung der Android-Version von VLC ist, die die App Runtime for Chrome-Tools nutzt, die Google Anfang des Jahres als Beta-Version veröffentlicht hat. Wie Kempf erklärt, wäre die Entwicklung einer nativen Chrome-App in JavaScript extrem zeitaufwendig gewesen; die Android-Portierung ermöglichte es der Gruppe, etwa 95 Prozent ihres Codes wiederzuverwenden.

Dies ist bemerkenswert, weil die App Runtime unter Entwicklern nicht weit verbreitet ist. Abgesehen von VLC haben wir nur eine Handvoll bemerkenswerter Android-zu-Chrome-Portierungen gesehen, darunter Vine, Evernote und CloudMagic. Offiziell bietet Google keine Möglichkeit, diese Apps auf Chrome für Windows oder Mac zu portieren, so dass es für die meisten Entwickler besser ist, native Chrome-Apps zu schreiben oder bei Desktop-Websites zu bleiben. (Es gibt Möglichkeiten für Benutzer, Android-Apps auf alle Plattformen zu portieren, aber sie sind ein bisschen umständlich.)

VLC wurde eigentlich schon im März auf Chrome OS vorgeführt, und es ist unklar, warum die App weitere neun Monate brauchte, um aufzutauchen. Auf jeden Fall warnt VLC, dass es in dieser ersten Version einige Fehler geben könnte und dass es das Programm nur auf zwei Laptops getestet hat, und nicht auf Desktop-Geräten wie dem neuen Asus Chromebit.

Warum das wichtig ist: Mit den jüngsten Gerüchten über eine Chrome OS-Android-Fusion im nächsten Jahr wird die Android Runtime vielleicht eine Chance bekommen, eine wichtigere Rolle zu spielen. Fürs Erste haben Chromebook-Nutzer zumindest eine leistungsstarke Lösung für die Wiedergabe aller Arten von Mediendateien. Vielleicht wird dies endlich die müde Vorstellung zerstören, dass Chrome OS eine Internetverbindung benötigt, um nützlich zu sein.

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