Microsofts erste Office-App kommt auf Linux

Microsoft bringt heute seine erste Office-App auf Linux. Der Softwarehersteller gibt Microsoft Teams in einer öffentlichen Vorschau frei, wobei die App in nativen Linux-Paketen in den Formaten .deb und .rpm verfügbar ist. „Der Microsoft-Teams-Client ist die erste Office-App, die auf Linux-Desktops kommt und wird alle Kernfunktionen von Teams unterstützen“, erklärt Marissa Salazar, Produktmarketing-Managerin bei Microsoft.

Die App sieht identisch aus mit dem, was unter Windows und macOS verfügbar ist, und sie geht in die öffentliche Vorschau, bevor Microsoft sie finalisiert. Microsoft bringt Teams auf Linux als Teil eines größeren Vorstoßes, Teams als Drehscheibe für Office und Teamarbeit auszurichten, neben der Unterstützung gemischter Umgebungen, die auf Linux setzen. Microsoft hat den Funktionsumfang von Teams schrittweise verbessert, während es gegen Konkurrenten wie Slack antritt.

„Ich freue mich sehr über die Verfügbarkeit von Microsoft Teams für Linux“, sagt Jim Zemlin, Executive Director bei The Linux Foundation. „Mit dieser Ankündigung bringt Microsoft seinen Hub für Teamarbeit nach Linux. Ich bin begeistert, dass Microsoft anerkennt, wie Unternehmen und Bildungseinrichtungen gleichermaßen Linux nutzen, um ihre Arbeitskultur zu verändern.“

Es ist bezeichnend, dass Microsoft in Desktop-Linux investiert, insbesondere in eine Office-App. Microsoft hat Linux noch nie mit eigenen Office-Apps unterstützt, und die Einführung von Teams scheint eine Möglichkeit für das Unternehmen zu sein, diese Lücke zu schließen. Es ist unwahrscheinlich, dass wir in nächster Zeit Vollversionen von Word, Excel und PowerPoint sehen werden, aber dieser Teams-Start könnte als Brücke zu verbesserten Progressive Web App-Versionen von Office dienen.

Microsoft entwickelt auch sein neues Fluid Framework, das die Idee von Dokumenten aufgreift und sie in eine Cloud-App verwandelt, zu der mehrere Personen mit Grafiken, Tabellen, Text und mehr beitragen können. Microsoft verriet kürzlich, dass Teams wie ein „Gerüst“ fungieren wird, um alte Erfahrungen wie Word und neue wie Fluid in einem einzigen Hub zu kombinieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.