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Alles ist relativ.

27. August 2019

Bec Crew

Neil Kaye/@neilrkaye

Die Mercator-Kartenprojektion mit Überlagerung der wahren Größe und Form des Landes.

Eine der bekanntesten und am häufigsten verwendeten Weltkarten, die Mercator-Projektion, stellt Grönland und Afrika als ungefähr gleich groß dar. In Wirklichkeit ist Afrika 14-mal größer.

Diese clevere Animation von Neil Kaye, einem Klimadatenwissenschaftler beim Met Office – dem nationalen Wetterdienst des Vereinigten Königreichs – zeigt, wie die Mercator-Projektion aussehen würde, wenn sie die wahre Größe jedes Landes im Verhältnis zu den anderen abbilden würde.

Plötzlich sehen wir, wie Länder wie die Vereinigten Staaten, Kanada und Russland schrumpfen (und sich trennen, so dass Meere erscheinen, wo keine sind), während die riesigen Landmassen von Afrika und Südamerika mehr oder weniger gleich bleiben.

Australien, das nach Russland, Kanada, China, den USA und Brasilien das sechstgrößte Land des Planeten ist, bleibt in der Animation ebenfalls konstant.

Karte mit echter Ländergröße

Ursprünglich als Hilfsmittel für Navigatoren entwickelt, ist die Mercator-Kartenprojektion seit Jahrhunderten der beste Freund der Seefahrer, da sie Linien mit konstanter wahrer Richtung darstellt, was bedeutet, dass eine gerade Linie, die zwei beliebige Punkte auf der Karte verbindet, in dieselbe Richtung verläuft, die ein Kompass anzeigen würde.

Die Art und Weise, wie sie konstruiert ist, bedeutet, dass Objekte, die sich näher am Äquator befinden, in relativem Maßstab zueinander erscheinen, aber Objekte, die sich näher an den Polen befinden, größer erscheinen, als sie sind.

In den 1980er Jahren wurde sie weithin in Klassenzimmern verwendet, um Geografie zu unterrichten, und war bis 2018 die von Google gewählte Kartenprojektion.

In den letzten Jahren wurde viel über die Verzerrung gemacht, die sie auf die relative Größe der Landmassen anwendet, aber Kayes Animation macht deutlich, dass sie eher für nautische Zwecke als für den Bildungsbereich entwickelt wurde.

Zeigt die Mercator-Kartenprojektion mit der wahren Größe und Form des Landes überlagert#dataviz #maps #gis #mapping pic.twitter.com/Gqr1Dd8YrM

– Neil Kaye (@neilrkaye) August 14, 2019

Wie Nick Stockton bei Wired betont: „It’s really not a bad map. Sie war nur lange Zeit am falschen Ort.“

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