PQRST-Schmerzbeurteilungsmethode

Da Schmerzen subjektiv sind, gilt die Selbsteinschätzung als Goldstandard und genauestes Maß für Schmerzen. Die PQRST-Methode zur Schmerzbeurteilung ist ein wertvolles Instrument zur genauen Beschreibung, Beurteilung und Dokumentation der Schmerzen eines Patienten. Die Methode hilft auch bei der Auswahl geeigneter Schmerzmedikamente und der Beurteilung des Ansprechens auf die Behandlung.

Pflegekräfte können Patienten helfen, ihre Schmerzen genauer zu beschreiben, indem sie diese sehr spezifischen PQRST-Bewertungsfragen verwenden:

P = Provokation/Palliation

Was haben Sie gemacht, als der Schmerz begann? Was hat ihn ausgelöst? Was macht ihn besser oder schlimmer? Was scheint ihn auszulösen? Stress? Position? Bestimmte Aktivitäten?

Was lindert es? Medikamente, Massage, Wärme/Kälte, Positionswechsel, Aktivität, Ruhe?

Was verschlimmert es? Bewegung, Bücken, Liegen, Gehen, Stehen?

Q = Qualität/Quantität

Wie fühlt er sich an? Beschreiben Sie den Schmerz mit Worten wie scharf, dumpf, stechend, brennend, drückend, pochend, ekelerregend, schießend, verdrehend oder dehnend.

R = Region/Ausstrahlung

Wo ist der Schmerz lokalisiert? Strahlt der Schmerz aus? Wohin? Fühlt er sich an, als würde er wandern/umherziehen? Hat er woanders angefangen und ist jetzt auf eine Stelle lokalisiert?

S = Schweregrad

Wie stark ist der Schmerz auf einer Skala von 0 bis 10, wobei 0 kein Schmerz und 10 der schlimmste Schmerz überhaupt ist? Beeinträchtigt er die Aktivitäten? Wie stark ist er in seiner schlimmsten Ausprägung? Zwingt er Sie, sich hinzusetzen, hinzulegen, sich zu verlangsamen? Wie lange dauert ein Anfall?

T = Timing

Wann/um welche Zeit hat der Schmerz begonnen? Wie lange dauerte er an? Wie oft tritt er auf: stündlich? täglich? wöchentlich? monatlich? Ist er plötzlich oder allmählich? Was haben Sie gemacht, als der Schmerz zum ersten Mal auftrat? Wann treten sie normalerweise auf: tagsüber? nachts? am frühen Morgen? Werden Sie jemals davon geweckt? Führt es zu etwas anderem? Wird es von anderen Anzeichen und Symptomen begleitet? Tritt es jemals vor, während oder nach den Mahlzeiten auf? Tritt er saisonal auf?

Dokumentation

Eine sorgfältige und vollständige Dokumentation erleichtert nicht nur die genaue Schmerzbeurteilung, sondern zeigt auch, dass Sie alle richtigen Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass Ihre Patienten die bestmögliche Schmerzbehandlung erhalten. Es ist wichtig, das Folgende zu dokumentieren:

  • Verständnis des Patienten für die Schmerzskala. Beschreiben Sie die Fähigkeit des Patienten, die Schmerzstärke anhand der 0-10 Schmerzskala einzuschätzen.
  • Zufriedenheit des Patienten mit der Schmerzstärke bei der aktuellen Behandlungsmodalität. Fragen Sie den Patienten, wie hoch sein Schmerzniveau vor und nach der Einnahme von Schmerzmitteln war. Wenn das Schmerzniveau des Patienten nicht akzeptabel ist, welche Interventionen wurden ergriffen?
  • Zeitnahe Neubewertung nach jeder Intervention und Reaktion auf die Behandlung. Zitieren Sie die Reaktion des Patienten.
  • Kommunikation mit dem Arzt. Berichten Sie immer über jede Veränderung des Zustands.
  • Die durchgeführte Patientenaufklärung und die Reaktion des Patienten auf das Lernen. Schreiben Sie nicht „Patient versteht“ ohne eine unterstützende Bewertung wie Patient kann verbalisieren, demonstrieren, beschreiben usw.

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