Stereotaktische Biopsie von segmentalen Brustverkalkungen: Is Sampling of Anterior and Posterior Components Necessary?

Grundlage und Ziele: Die Ergebnisse der Kernnadelbiopsie von segmentalen Verkalkungen in der Mammographie können direkten Einfluss auf das chirurgische Management haben. Obwohl dies von der Brustgröße abhängt, wird Krebs mit einer Ausdehnung von mehr als 5 cm in der Regel mit einer Mastektomie behandelt, während Krebs mit einer Ausdehnung von weniger als 5 cm mit einer Lumpektomie behandelt wird. Die Vorgehensweise bei der stereotaktischen Biopsie von morphologisch ähnlichen segmentalen Verkalkungen, die sich in der Mammographie über mehr als 5 cm erstrecken, variiert geographisch und basiert derzeit weitgehend auf der Präferenz der chirurgischen oder medizinisch-onkologischen Kollegen. Einige Kliniker bevorzugen die Biopsie der vorderen und hinteren Aspekte der Anomalie, während andere glauben, dass eine einzelne Biopsie innerhalb der Anomalie ausreichend ist. Es gibt nur unzureichende Daten, um zu klären, ob eine einzelne Biopsie der Verkalkungen ausreicht, um die Notwendigkeit einer Mastektomie festzustellen, oder ob eine pathologisch nachgewiesene Krebserkrankung in der vorderen und hinteren Komponente erforderlich ist, um das Ausmaß der Erkrankung zu definieren. Ziel dieser Studie ist es, die Konkordanzraten von gepaarten Biopsien verdächtiger segmentaler mammographischer Verkalkungen zu evaluieren.

Materialien und Methoden: Aus einer 5-Jahres-Überprüfung unserer Bildgebungsdatenbank wurden 32 Probandinnen mit segmentalen Verkalkungen in der Mammographie der Stufen 4 oder 5 des Breast Imaging Reporting and Data System (BI-RADS) identifiziert, die sich einer anterioren und posterioren stereotaktischen Biopsie unterzogen. Die gepaarten Biopsieergebnisse wurden unabhängig voneinander auf Konkordanz zu gutartiger, risikoreicher oder bösartiger Pathologie analysiert.

Ergebnisse: Von den 32 Fällen gab es eine perfekte Übereinstimmung (32/32 Fälle = 100 % Konkordanz, 95 % Konfidenzintervall = 89,3-100 %) in den anterioren und posterioren Paaren bei gutartigen, risikoreichen oder bösartigen Befunden (Kappa = 1, P < 0,001).

Schlussfolgerungen: Das Fehlen von Daten über die pathologische Konkordanz in den vorderen und hinteren Aspekten verdächtiger, morphologisch ähnlicher, segmentaler Verkalkungen, die sich über 5 cm oder mehr erstrecken, hat zu einem unterschiedlichen klinischen Ansatz bei der stereotaktischen Biopsie geführt. Die 100%ige Rate der pathologischen Übereinstimmung in unserer Studie legt nahe, dass eine einzige Biopsie für die Diagnose ausreichend und repräsentativ für die gesamte mammographische Anomalie ist. Die Umsetzung dieses Ansatzes wird möglicherweise unnötige Biopsien und Operationen reduzieren, die Kosten im Gesundheitswesen minimieren und die Morbidität der Patientinnen verringern.

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