Wie man eine gute Buchbesprechung schreibt

Dies ist ein Gastbeitrag von Alan Eggleston.

Sie haben gerade ein tolles Buch gelesen – wie teilen Sie diese wunderbare Erfahrung mit der Welt? Sie schreiben eine Buchbesprechung! Aber wie schreibt man eine Buchbesprechung, und ebenso wichtig, wie schreibt man eine gute Buchbesprechung, eine, für die man sich nicht wie ein Dummkopf fühlt, nachdem man sie veröffentlicht hat? Hier sind ein paar Hinweise und Tipps, die den Buchliebhabern unter uns helfen sollen.

Diese Hinweise und Tipps gelten übrigens auch für Bücher, die wir nicht mögen. Wenn Sie bereit sind, Ihre guten Erfahrungen mit anderen Lesern zu teilen, sollten Sie dann nicht auch Ihre schlechten Erfahrungen teilen wollen?

Allgemeine Richtlinien

Erstens, denken Sie daran, dass es bei Ihrer Buchbesprechung um das Buch und Ihre Erfahrungen damit geht, nicht um Sie. Greifen Sie also nicht mit Nebenbemerkungen in die Rezension ein und versuchen Sie nicht, übermäßig unterhaltsam zu sein. Rezensieren Sie das Werk.

Zweitens geht es in der Rezension um den Leser, nicht um den Autor. Versetzen Sie sich in die Lage des Lesers, der wissen will, ob er das Buch lesen soll. Schreiben Sie für den Leser, nicht für den Autor.

Drittens: Seien Sie ehrlich. Seien Sie nicht beleidigend, sondern geben Sie eine ehrliche Einschätzung des Buches aus Ihrer Perspektive. Nun, manche Autoren lesen Rezensionen, um zu lernen, wie sie ihre Kunst verbessern können, aber manche sträuben sich gegen schlechte Rezensionen, also seien Sie auch freundlich. Und denken Sie daran, dass eine gute Rezension die Verkaufszahlen steigern kann, eine schlechte Rezension aber die Verkäufe verderben kann. Ehrlichkeit dient dem Leser und dem Autor gleichermaßen.

Spezifische Tipps für Goodreads und Amazon-Rezensionen

Die meisten Rezensionsseiten wie Amazon und Goodreads bitten Sie, das Buch zu bewerten, normalerweise von 1 bis 5. Jede Seite verwendet die Bewertungen ein wenig anders, aber bedenken Sie, dass eine 1 und eine 5 sehr selten sein sollten. Bei Amazon-Rezensionen ist eine 3 grenzwertig für den Erfolg. Sparen Sie sich also eine 2 für ein Buch, das Sie wirklich nicht mögen, und eine 1 für einen kompletten Misserfolg. Diese Zahlen können den Unterschied zwischen der Beförderung auf der Seite und dem Sturz in ein schwarzes Loch bedeuten.

Fügen Sie eine kurze Zusammenfassung der Handlung ein, ohne große Enthüllungen oder Spoiler. So erfährt der Leser, worum es in der Geschichte geht und erhält einen Kontext für Ihren Kommentar.

Nun gehen Sie auf Ihre Reaktion auf das Buch ein.

  • Wie haben Sie sich bei dem Buch gefühlt? Hat es Sie ermutigt – warum? Haben Sie sich enttäuscht gefühlt – warum? Ist es Ihr Lieblingsbuch aller Zeiten – warum? Fiel es Ihnen schwer, das Buch aus der Hand zu legen, oder fiel es Ihnen schwer, sich durch das Buch durchzuarbeiten – warum?
  • Nennen Sie spezifische, konkrete Beispiele dafür, was Ihnen an dem Buch gefallen oder nicht gefallen hat, z.B. Elemente wie die Entwicklung der Charaktere, die Verwendung des Schauplatzes, der Handlung, des Tempos und der Details. Nennen Sie Beispiele, ohne zu spoilern. Wenn es sich um ein Sachbuch handelt, konzentrieren Sie sich auf Details, Organisation, Leidenschaft für das Thema, Sprache und Tiefe des Themas.
  • Loben Sie den Autor? Wenn der Autor das Lob wirklich verdient hat, sicherlich, aber erklären Sie, warum. Das Letzte, was Sie als Rezensent tun wollen, ist, wie ein Schleimer zu klingen. Das wird die Leser abschrecken.

Beachten Sie, dass Sprache mit Leidenschaft in einer Rezension das Seitenranking bei Google erhöhen kann. Wenn Sie ein Buch wirklich mögen oder nicht mögen, ist es in Ordnung, leidenschaftlich darüber zu sein, aber wenn alle Ihre Amazon-Rezensionen die gleichen starken Reaktionen enthalten, kann Google Ihre Rezensionen und damit Ihr Seitenranking herabsetzen.

Buchrezensionen müssen nicht besonders lang sein, aber bedenken Sie, dass Inhalte online tendenziell kürzer sind. Daher befolge ich die Regel: Keep it short and simple (KISS). Geben Sie der Rezension die Details, die sie braucht, um Ihre Gedanken weiterzugeben, aber überschütten Sie sie nicht mit Lob oder übertreiben Sie die Kritik. Die Leute wollen im Grunde wissen, ob das Buch gut oder schlecht ist und warum, nicht eine Abhandlung lesen.

Wenn Sie eine Rezension für mehr als eine Website schreiben, verwenden Sie nicht dieselbe Rezension – schreiben Sie die Rezension für jede Website neu. Google und andere Suchmaschinen bestrafen Seiten für doppelten Inhalt und Ihre Rezension wird nicht auftauchen.

Schließlich sollten Sie transparent sein. Wenn Sie eine Verbindung mit dem Autor haben oder ein Vorab-Exemplar des Buches zur Rezension erhalten haben, sagen Sie es Ihren Lesern. Wenn Sie das nicht tun und die Leser es später herausfinden, wird man Ihnen als Rezensent nicht mehr trauen. Auch Google wird Ihre Rezensionen herabsetzen, wenn es später herausfindet.

Sind Sie jetzt bereit, Ihre Goodreads- und Amazon-Rezensionen zu schreiben? Legen Sie los und haben Sie Spaß!

Alan Eggleston ist ein ehemaliger Buchhändler und ein freiberuflicher Buchredakteur, der Buch- und Filmrezensionen auf seiner Booksville Book Club Website schreibt.

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